Ein feministisches Pionierprojekt
Die FrauenAnstiftung e.V. (FAS) existierte von 1988-1996 und war eine international tätige feministische Stiftung mit Sitz in Hamburg. Aufgebaut wurde sie von Frauen aus der Frauenbewegung. 1988 wurde sie von der Grünen Partei als parteinahe Stiftung anerkannt. Siehe Geschichte
Die Stiftung setzte sich für die Stärkung von Frauen weltweit ein, förderte Frauenprojekte, Begegnungen und politische Bildung im Inland, in Europa und im Globalen Süden. Auch betrieb sie ein Studienwerk.
1996 schloss sie sich mit zwei anderen grünennahen Stiftungen zur neu gegründeten Heinrich-Böll-Stiftung zusammen. Mehr dazu Zusammenlegung

Gründung
1986 formierte sich ein Bündnis von feministischen Projekten und Parteifrauen der Grünen, die eine feministische Stiftung für Frauen gründen wollten.
Die Grünen hatten zu diesem Zeitpunkt öffentliche Mittel für eine grüne parteinahe Stiftung eingefordert. Diese Gelder, so forderten die Anstifterinnen, sollten ausschließlich für Frauen ausgegeben werden. Mehr siehe Gründung
Nach längerem Kampf wurde 1988 die FrauenAnstiftung als eine von drei Teilstiftungen von der Grünen Partei anerkannt. Die Stiftung erhielt im ersten Jahr eine Anfangsförderung von 1,4 Mio. DM, im letzten Jahr 1995 waren es 10,5 Mio. DM.
Aktivitäten
Politische Bildung: durch Seminare, Workshops, Konferenzen und Kongresse wurden feministische Perspektiven im Inland wie im Ausland vermittelt.
Projektförderung: Unterstützung von Frauenprojekten in aller Welt, um die Rechte und die Teilhabe von Frauen zu stärken.
Internationale Vernetzung: Die FrauenAnstiftung förderte unzählige internationale Begegnungen, Konferenzen und Seminare auch in Europa und im Globalen Süden.
Studienförderung: Aufbau eines Studienwerks, um begabten Frauen im In- und Ausland mehr Bildungschancen zu eröffnen.
Strukturen
Aus der Frauenbewegung hatte die FrauenAnstiftung viele Arbeitsformen und Prinzipien übernommen wie Autonomie, Basisnähe, kollektive Entscheidungen. So waren nicht allein 46 hauptamtliche Mitarbeiterinnen, sondern Hunderte von ehrenamtlich tätigen Frauen an der Entwicklung und dem Leben der Stiftung beteiligt: eine enorme, aber nicht immer konfliktfreie Vielfalt. Mehr siehe Strukturen
Blog
Die FrauenAnstifterinnen haben die größte Frauenstiftung im deutschen Raum aufgebaut und unzählige Frauenprojekte in vielen Ländern Europas, Lateinamerikas, Afrikas und Asiens gefördert. Heute fragen wir uns rückblickend: was haben wir damals richtig, was vielleicht auch falsch gemacht? Und was ist nach mehr als drei Jahrzehnten aus den damaligen Projekten geworden? Mehr siehe Blog

