Inland

Politische Bildung von und für Frauen

Seit ihrer Gründung engagierte sich die FrauenAnstiftung für die Unterstützung, Vernetzung und Weiterentwicklung feministischer Initiativen und Projekte. Ziel war es, die feministische Agenda kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu vertiefen. Die Stiftung verfolgte dabei einen zweigleisigen Ansatz:

  • Förderung bestehender Frauenprojekte: Frauen-Initiativen und Netzwerke werden finanziell und ideell unterstützt.
  • Neue Impulse für die Frauenbewegung: Lokale Projektbüros (siehe Dezentralen) entwickeln innovative Ideen und fördern die Vernetzung.

Ziele der Bildungsarbeit

Die FrauenAnstiftung wollte in erster Linie Impulse für gesellschaftliche Veränderungen zugunsten von Frauen setzen. Frauen sollten ermutigt und befähigt werden, gesellschaftlichen Einfluss zu nehmen und ihre Lebensbedingungen aktiv zu verbessern. Die Leitlinien der Bildungsarbeit waren:

  • Gesellschaftliche Konzepte hinterfragen und neue, feministische Ansätze entwickeln
  • Internationale Zusammenarbeit und Solidarität zwischen Frauen stärken
  • Austausch und Vernetzung zwischen Frauenbewegungen in Ost und West fördern
  • Bündnisfähigkeit und tragfähige Netzwerke von Frauen ausbauen
  • Frauen ermutigen, Politik aktiv zu gestalten und sich in gesellschaftliche Prozesse einzubringen

Ein zentrales Element war dabei die Vernetzung feministischer Bewegungen auf nationaler und internationaler Ebene. Die Zusammenarbeit mit Frauenprojekten und -initiativen bildete einen wesentlichen Bestandteil des Konzepts – insbesondere unter Einbeziehung von Frauen unterschiedlicher Herkunft, Lebensweisen und Kontexte (z. B. Migrantinnen, Schwarze und deutsche Frauen, Ost-West-Frauen, Lesben und Heteras).

Arbeitsschwerpunkte

Dezentrale Büros

Die Dezentralen Büros der FrauenAnstiftung in Berlin, Braunschweig, Bremen, Hamburg, München, Weimar und Wiesbaden fungierten als Multiplikatorinnen und Schnittstellen zwischen Öffentlichkeit, Politik, Wissenschaft und Bildung. Sie verfolgten unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte und stellten regionale Bezüge her. Viele Bildungsprojekte wurden gemeinsam mit feministischen Initiativen und Partnerinnen umgesetzt. Überregionale Veranstaltungen förderten die bundesweite Vernetzung und Sichtbarkeit der Arbeit. Jedes Büro war mit einer hauptamtlichen Referentin besetzt. Mehr dazu

Inland-Internationalismus

Der Bereich Internationalismus-Inland machte rund 30–45 % der Bildungs- und Kooperationsmaßnahmen im Bereich politische Bildungsarbeit im Inland aus. Diese Gelder wurden gezielt für Antirassismusarbeit und für die Vernetzungsprojekte migrantischer Frauengruppen und internationale Begegnungen von Migrantinnen eingesetzt. Für den Bereich gab es eine eigene Koordinatorin. Mehr dazu

Neue Bundesländer

Nach der deutschen Wiedervereinigung entstand auch für die FrauenAnstiftung eine neue Herausforderung: in den sogenannten Neuen Bundesländern mussten neue Kontakte geknüpft und feministische Netze unterstützt, manchmal auch erst aufgebaut werden. Mehr dazu