Gründung

Erste Schritte

Es begann mit dem „Gespenster“-Papier: Anfang 1987 veröffentlichte das Hamburger Frauenbildungszentrum Denk-T-Räume einen Aufruf zur Gründung einer Frauenstiftung. Ziel war, dafür zu werben, dass die der Grünen Partei zustehenden Mittel für sogenannte parteinahe Stiftungen nur für Frauen verwandt werden. Dieser Aufruf stieß bei Feministinnen aus autonomen Projekten auf Begeisterung und wurde auch von einigen prominenten Feministinnen bei den Grünen unterstützt.
* „Völlig durchgeknallt“, Der Spiegel, 5.07.1987

Bei einem bundesweiten Treffen feministischer Bildungsprojekte – darunter das Frauenbildungszentrum Denk-T-Räume in Hamburg, das Berliner FFBIZ, die Frankfurter Frauenschule, das Frauenarchiv Wiesbaden, Belladonna Bremen und der Projektverband Mafiosa in München – beschloss man 1987, einen Verein mit dem Namen FrauenAnstiftung zu gründen. Die Stiftung sollte feministische Projekte fördern und als Think Tank (Ideenschmiede) für die Frauenbewegung fungieren. Noch im selben Jahr wurde ein Verein gegründet und beim Amtsgericht Bad Zwischenahn ins Register eingetragen.

FrauenAnstiftung im Regenbogen

Nach intensiven Diskussionen innerhalb der Grünen über verschiedene Stiftungsmodelle beschloss die Grüne Bundesdelegiertenkonferenz in Ludwigshafen im März 1988, die Fördermittel für ihre Stiftung auf drei konkurrierende Initiativen aufzuteilen: auf zwei den Grünen nahestehende Bewegungen wie die „alte“ Heinrich-Böll-Stiftung und den Buntstift, ein Dachverband grünennaher Landesstiftungen, sowie auf die deutlich weniger parteinahe FrauenAnstiftung. Aus formalen Gründen sollten die drei Stiftungen sich parteiunabhängig unter einem Dach (Stiftungsverband Regenbogen) zusammenschließen, inhaltlich und organisatorisch sollten aber eigenständig arbeiten können.
* „Grüne Stiftung stiftet Chaos“, TAZ, 19.02.1988

Start und Förderschwerpunkte