Medienprojekte

Eine Lobby für Feminismus

Die Frauen Anstiftung unterstützte weltweit feministische Medienprojekte, um Geschlechterungleichheit öffentlich sichtbar zu machen. Lobbyarbeit und politische Kampagnen sollten die Bevölkerung sensibilisieren. Feministische Medien dienten zudem der Bildungsarbeit, Vernetzung und Kommunikation der Frauenprojekte. Multiplikatorinnen wurden ausgebildet und die Rolle von Frauen in den Medien thematisiert. Viele Projekte boten öffentlich zugängliche Ressourcencenter mit Archiven

Schwerpunkte der Förderung

  • Unterstützung feministischer Medien (Radio und Printmedien) mit spezifischen Programminhalten zu Themen der Frauenbewegung und Geschlechterproblematik
  • Förderung von Bildungsarbeit und Kommunikationsansätzen zu Frauen in den Medien
  • Bereitstellung von alternativen Informationen und Materialien für die (frauenpolitische) Öffentlichkeit in Form von Archiven und Informationszentren
  • Schaffung von Foren für den Austausch zu feministischen Themen und Vernetzungs-möglichkeiten von Frauenprojekten untereinander.

Langfristig geförderte Medienprojekte

Cover von LOLAPress

Internationale Frauenzeitschrift LolaPress (Montevideo, Windhoek/Johannesburg, Berlin)

LOLAPress war eine zweisprachige, internationale Zeitschrift, kollektiv geführt von einer Redaktion aus Frauen aus (Medien-)Projekten: Cotidiano Mujer (Uruguay), Sister Namibia und der Mediengruppen der Frauen-Anstiftung. In diesem Forum für den Nord-Süd-Ost-Austausch feministischer Gruppen und Netzwerke kamen die unterschiedlichen feministischen Perspektiven und spezifischen Themen der jeweiligen Länder zur Sprache. (Förderung 1993-1996, Weiterförderung bis 2002 durch die Heinrich Böll Stiftung) Mehr dazu

Radioprogramme für Frauen: CEMINA, Brasilien)

Das Frauenprojekt CEMINA in Rio de Janeiro unterhielt ein Fraueninformationszentrum und betrieb ein Radioprogramm für Frauen (Fala Mulher) mit Informationen und Berichten zu aktuellen Debatten in der Frauenbewegung und aus Frauenperspektive. Die Sendungen umfassten Themen auf lokaler und nationaler Ebene aus Gesundheit, Umwelt und Kultur. Das Projekt betrieb ein eigenes Tonstudio und ein Archiv und bildeten Frauen für das Erstellen kommunaler Radioprogramme aus. (Förderung: 1990-1996)
* Cemina Women Radio Network Website

Kommunikationsnetzwerk für Frauen: Cotidiano Mujer  (Uruguay)

Das  Zeitungskollektiv gab die einzige feministische Zeitungspublikation in Uruguay heraus. Mit dieser Publikation verbreiteten sie feministische Debatten und Ansätze und unterstützten damit die Arbeit der Frauengruppen in Uruguay. Gleichzeitig bauten sie ein Kommunikationsnetz von Frauen auf, um den Zugang von Frauen zu den Medien zu verbessern. Ab 1994 betrieben sie auch auch ein eigenes  Radioprogramm.
* Quotidiano Mujer Website

Frauen aus der Redaktion von Cotidiano Mujer

Zentrum für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Namibia: Sister Namibia (Nambia)

Die Frauengruppe SISTER gab eine gleichnamige Zeitschrift für Frauen in Namibia heraus. Sie stellten weitere Publikationen her und bot Leseabende und Schreibworkshops für Frauen an, betrieben ein Archiv mit Frauenliteratur, Zeitschriften und Videomaterial. (Förderung 1993-1996)
* Sister Namibia Website