Betreuung und Vernetzung der Stipendiatinnen
Einer der Schwerpunkte des Studienwerkes der FrauenAnstiftung war die Vernetzung aller am Studienwerk interessierten Frauen, als Grundlage für die Einmischung in wissenschaftspolitischen Institutionen sowie für den Aufbau feministisch orientierter Interessensvertretungen. In Netzwerken schafften sich Frauen über ihr eigenes Fachgebiet hinaus Formen der interdisziplinären Zusammenarbeit und der sozialen Kommunikation. Damit verstand sich das Studienwerk über die Stipendienvergabe hinaus als Netzwerk für die Integration von Bildungs- und Berufspolitik. Die Ergebnisse der Frauenforschung konnten über den fachlichen Diskurs hinaus gesichert werden und in die allgemeine Bildungsarbeit der FrauenAnstiftung einfliessen. Siehe dazu auch Konzept
Stipendiatinnenbetreuung
Ein weiterer Schwerpunkt war die regionale Betreuung der Stipendiatinnen und deren Vernetzung in Städten mit bestehender FrauenAnstiftungs-Präsenz in Berlin, Bielefeld, Wiesbaden, Bremen, Hamburg, München, Nürnberg, Leipzig.
Regionaltreffen und Seminare
Zweimal pro Semester fanden Regionaltreffen statt – für Austausch, Diskussion und Weiterbildung. Themen waren u.a.:
• Frauen im Islam
• Weiße Lesbenbewegung
• Rechtsextremismus und Frauen
• Feministische Wissenschaftskritik
• Neue Lehrformen und partizipative Bildungsstrukturen
Zusätzlich entwickelten die Stipendiatinnen eigene Seminare innerhalb der FrauenAnstiftung zu Themen wie:
• Gewalt und Rassismus
• Feministische Utopien
• Frauen- und Geschlechterforschung
• Öffentliche Auftrittskompetenz
Stipendiatinnen-Rundbrief
Ein regelmäßiger Rundbrief (ca. 60 Seiten) diente der internen Kommunikation und Vernetzung. Neben Veranstaltungshinweisen und Literaturtipps bot er Raum für Reflexionen, Seminarberichte, Konferenz- und Projektreisenberichte und mehr.
Netzwerk „Wissenschaft“
Zur Förderung von Frauen in wissenschaftlicher und hochschulpolitischer Verantwortung wurde eine Referentinnenkartei aufgebaut: ein Pool von Expertinnen für Vorträge, Beratung und Politikimpulse.
AG Frauenforschung
Die Arbeitsgruppe „Frauenforschung“ setzte feministische Impulse im Studienwerk um: in der Seminarplanung, Weiterentwicklung von Förderkriterien, Positionierungen im Stiftungsverbund und in der Öffentlichkeitsarbeit.
Spendentopf
1993 richteten die Stipendiatinnen einen Spendentopf ein, um finanzielle Engpässe solidarisch zu überbrücken. Die Mittel stammten aus Selbstspenden sowie größeren Einzelspenden und wurden als Zuschüsse oder Darlehen vergeben, vor allem an internationale Stipendiatinnen nach Ablauf ihrer Förderung.
