Dezentrale Büros

Vernetzung und Innovation

Um Vernetzung zu fördern, richtete die Frauen Anstiftung dezentrale Büros in verschiedenen Städten Deutschlands ein. Die sogenannten „Dezentralen“ bearbeiteten eigene Themenschwerpunkte, führten Bildungsvorhaben durch und dienten als lokale Anlauf- und Kontaktstellen. Diese Struktur ermöglichte eine basisnahe Umsetzung der feministischen Bildungsarbeit im gesamten Bundesgebiet. Es gab folgende dezentrale Projektbüros:

Berlin: Projekt Staat und Autonomie (1990 – 1992)
Fragen und Problemen feministischer Organisation und Selbstverwaltung im Spannungsfeld ‚Staat‘ und ‚Autonomie‘. Büroleitung: Traude Bührmann

Braunschweig: Projekt Ökonomie und Arbeit (1990-1995)
Das Forum Ökonomie und Arbeit war ein überregionaler Zusammenschluss von Expertinnen im Bereich Ökonomie und Arbeit. Es diente dem Austausch und der Weiterentwicklung feministischer Ansätze in diesem Bereich. Büroleitung: Petra Müller

Bremen: Arbeitsgruppe Antirassismus (1990 – 1995)
Das Projekt Antirassismus förderte die Selbsthilfe und Organisation ausländischer Frauen und entwickelte, gemeinsam mit inländischen Frauen, Strategien gegen Rassismus und Sexismus. Büroleitung: Rosa Lubia Falk-Garcia

Hamburg: Projekt Politische Selbsterfahrung (1990 – 1995)
Reflektion über die subjektive Dimension der politischen Arbeit im Rahmen feministischer Veränderungsprozesse; Diskussion demokratietheoretischer Fragen. Büroleitung: Helga Braun

München: Projekt Frauen und Management (1990 – 1995)
Das Projekt beschäftigte sich mit der Frage, wie politische Projektarbeit wirkungsvoller und effektiver gestaltet werden kann, ohne ‚männlich‘ technokratische Maßstäbe zu übernehmen. Büroleitung: Helga Heumann

Weimar: Feministische Denk- und Lebensweisen (1992 – 1995)
Das Forum beschäftigte sich mit der Auseinandersetzung eigener Handlungs- und Lebensweisen, vor allem im Hinblick auf Ost-West-Unterschiede und lesbische Lebensformen. Büroleitung: Christiane Dietrich

Wiesbaden: Netzwerk historisch arbeitender Frauen (1990-1995)
Das Netzwerk diente der Sichtbarmachung historischer Frauenforschung und der Vernetzung von Forscherinnen aus autonomen und institutionellen Zusammenhängen. Büroleitung: Marianne Zepp